Mein spiritueller Weg

Inzwischen ist die Spiritualität ein nicht mehr wegzudenkender Teil meines Lebens und sowohl in meinem Alltag als auch in meinem Denken fest verankert.
Doch ich denke, es wäre interessant zu wissen, wie sich das alles entwickelt hat und was letztendlich den Stein ins Rollen brachte.

An sich bin ich christlich erzogen und augewachsen. Genau wie meine Mutter und meine Oma früher besuchte ich zu Grundschulzeiten bereits die Christenlehre und später den Religionsunterricht, war Mitglied der Kurrende und ging nach meiner Konfirmation zu den Treffen der Jungen Gemeinde bei uns im Dorf. Begleitet auf diesem gesamten Weg wurde ich durch eine sehr gute Freundin und Klassenkameradin, deren Familie stark in der Kirche organisiert und aktiv war, und mit unserem Pfarrer Dieter auf Du-und-Du stand (ein sehr weltoffener Mann, mit dem ich immer noch Kontakt habe und der den Weg den ich für mich gewählt habe akteptiert und sehr interessiert ist). Auch einige Menschen die ich in der JG kennengelernt habe gehören heute noch zu meinem Freundeskreis.

Seit meinem 12. Lebensjahr habe ich mich bereits für Tarot interessiert und sammelte Erfahrungen im Pendeln und mit I Ging, betrieb aber bald nur noch das Kartenlegen häufig und aktiv. Auch meditiert habe ich damals schon fast täglich.
Und trotz meiner Konfirmation begann ich die Art des Glaubens der christlichen Kirche und dessen Auslegung mit anderen Augen zu betrachten. Ich stellte fest, dass dieser Weg für mich nicht der richtige war. Ganz besonders nachdem ein Pfarrerwechsel stattfand und Dieter durch einen sturen, alten, dogmatischen Mann ersetzt wurde, der mich aufgrund meiner Beschäftigung mit dem Tarot des Satanismus bezichtigte, kam es endgültig zum Bruch zwischen mir und der christlichen Kirche.

Ich begab mich also auf die Suche nach etwas, dass meine Art des Glaubens (den ich damals noch nicht wirklich definieren konnte, aber ich hatte so ein Gefühl…) irgendwie in Worte oder ein Bild fasste.

Zwei Jahre später las ich in einer Zeitung das erste Mal vom Hexentum und Magie (bis dahin gehörte das für mich in die Märchenwelt). Es wurde über Hexe Thea (jaja…) und ihr Buch „Die große Hexenschule“ berichtet. Etwas in diesem Artikel faszinierte mich, ich kaufte mir ihr Buch, lass es und kam zum ersten Mal wirklich mit dem Begriff Hexentum und Wicca in Berührung.
Die Beschreibungen und Ansichten die Thea lieferte, harmonisierten allerdings nicht wirklich mit meinem. Mein Gefühl sagt mir, ich müsse weitersuchen und mich näher mit dem Thema befassen.

So stieß ich auf Scott Cunningham und seine beiden Werke „Wicca“ und „Wicca-Praxis“. Der hier beschriebene Glauben an die Große Göttin und den Großen Gott, die Naturverbundenheit und der Gedanke, dass alles vom Göttlichen durchdrungen ist, selbst jedes noch so kleine Sandkorn, traf einen Nerv. Das war es, was ich suchte. Ich fand mich quasi in Cunninghams Ansichten wieder, ich hatte etwas gefunden, von dem ich bis in mein Innerstes berührt und überzeugt war. Es klingt seltsam, aber ich wusste einfach: Das ist es. Das ist richtig. Das war es, was ich schon tief in mir geglaubt hatte; in Worte gefasst und nach außen getragen.

Ich begann, mich intensiv mit Cunninghams Büchern zu beschäftigen. Ich besorgte mir die beschriebenen Ritualgegenstände und arbeitete beide Werke komplett durch.
In dieser Zeit las ich auch diverse Bücher von Silver RavenWolf, lernte Neues kennen und filterte aus diesen Büchern die Dinge heraus, mit denen ich mich wohlfühlte.
Ich sprach, wenn ich Abends im Dunkeln in meinem Bett lag, zu Göttin und Gott, ich dankte ihnen vor dem Essen im Stillen, ich feierte die Jahreskreisfeste, ich ehrte den Vollmond… und tue das alles auch heute noch.

In den Folgejahren beschäftigte ich mich zusätzlich noch mit Schamanismus, weiblicher Spiritualität, einigen Bereichen des Buddhismus und des New Age.
Ich las viele, viele Bücher und arbeite diese praktisch durch, denn durch das Lesen allein ändert sich nichts.

Jetzt versuche ich, eine Art Brücke zwischen all meinen Interessen zu finden, zwischen Hexentum, Naturreligion und abgedrehtem Eso-Tussi-Dasein.😉

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